caritas 200 neuFreiburg. - Die starken Regenfälle während der Monsunzeit treffen die Menschen im Nordosten Indiens in diesem Jahr besonders schwer. Rund 1,7 Millionen Menschen sind allein im Bundestaat Assam von den Überschwemmungen betroffen. 200.000 Personen mussten dort ihre Häuser verlassen und in einem der Notlager Zuflucht suchen, berichtete Cartitas am Dienstag.

Mehr als 70 Menschen sind bislang in den Fluten gestorben. Für die Opfer der schweren Überschwemmungen stellt Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, 150.000 Euro zur Verfügung. 50.000 Menschen sollen mit der Nothilfe erreicht werden.

Die lokalen Behörden sprechen von den schwersten Überschwemmungen seit 30 Jahren. Besonders betroffen ist der Bundesstaat Assam, wo 29 der 33 Provinzen überflutet sind. Caritas macht menschliches Versagen wesentlich mitverantwortlich dafür, dass die Regenfälle in diesem Jahr so verheerende Auswirkungen zeitigen: "Die Abholzung von Wäldern und die Besiedlung von früheren Sumpf- und Waldgebieten führt dazu, dass immer mehr Menschen in flutgefährdeten Regionen wohnen", so Peter Seidel, Indien-Referent bei Caritas international.

Da die Regenzeit noch bis in den September hinein andauern wird, befürchten die Nothelfer der Caritas Indien, dass sich die Lage noch deutlich verschlechtern könnte. Bei den betroffenen Gebieten handelt es sich um Armutsregionen des Bundesstaates Assam, in denen hauptsächlich aus Bangladesch zugewanderte Reisbauern leben, die keinen Anspruch auf staatliche Sozialleitungen haben.

Quelle: caritas.de


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