oneBerlin. - Der fünfte gemeinsame Gipfel der Europäischen und der Afrikanischen Union ist am Donnerstag in der Elfenbeinküste zu Ende gegangen. Das Abschlussdokument sei Sinnbild für die mangelnden Ambitionen der anwesenden Staats- und Regierungsoberhäupter, kritisierte die Lobby-Organisation ONE: "Es beinhaltet leider keine konkreten und messbaren Zusagen für die Jugend Afrikas, die das Hauptthema des Gipfels waren." 

Friederike Röder, Frankreichdirektorin von ONE und beim Gipfel vor Ort, sagte: "Die europäischen und afrikanischen Staats- und Regierungsoberhäupter haben es verpasst, sich auf dem Gipfel auf dringend benötigte Maßnahmen zu verständigen, um den Bevölkerungsboom in Afrika bis 2050 in eine für beide Kontinente positive Richtung zu lenken. Abgesehen von Maßnahmen, welche die Situation in Libyen schnell verbessern sollen, sehen wir heute keine konkreten Zusagen. Die Partnerschaft zwischen Afrika und Europa sollte sich nicht darauf beschränken, nur im Krisenmodus Brände zu löschen. Es müssen gemeinsame Strategien entwickeln werden, um solche und andere Katastrophen in Zukunft zu verhindern. Mehr denn je brauchen wir EU- und AU-Politiker und Politikerinnen, die ihren Worten Taten folgen lassen. Die Verdopplung der afrikanischen Bevölkerung muss mit einer Verdopplung der Investitionen einhergehen – sowohl im Bereich der Entwicklungsgelder als auch bei Privatinvestitionen und den Eigenmitteln afrikanischer Staaten."

Die Staats- und Regierungsoberhäupter von AU und EU treffen sich das nächste Mal wieder im Februar bei der Finanzierungskonferenz der Global Partnership for Education (GPE) in Dakar (Senegal). Sie müssten den Erfolg dieser Konferenz durch verbindliche Zusagen in Höhe von insgesamt 3,1 Milliarden US-Dollar sicherstellen, fordert ONE. Damit könne 40 Millionen Kindern der Zugang zu einer Schule und somit eine Zukunft ermöglicht werden.

Quelle: www.one.org 


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