savethechildrenBerlin. - "Alle Menschen, die in der freien Welt leben, sollen helfen, diesen furchtbaren Krieg in meiner Heimat zu beenden." Das ist der verzweifelte Appell der 13-jährigen Noran zum tausendsten Tag seit Beginn des Bürgerkriegs im Jemen. Save the Children appellierte am Mittwoch im Namen der Kinder im Jemen an die Weltgemeinschaft, sich unverzüglich für eine Beendigung des Embargos für Hilfsgüter einzusetzen.

Noran (Name geändert) hat durch einen Bombenangriff schwerste Behinderungen erlitten. "Wir Kinder haben das Recht, in die Schule zu gehen und eine gute Zukunft zu haben. Ich will nicht, dass andere Kinder so verletzt werden wie ich, das ist nicht fair! Ich will nicht, dass sie so enden wie ich."

Jede Stunde stirbt im Jemen ein Mensch aus der Zivilbevölkerung, erklärte Save the Children. Unabhängigen Untersuchungen zufolge habe es seit März 2015 im ärmsten Land des Mittleren Ostens 15.000 Luftangriffe gegeben. 92 Prozent der Opfer seien Zivilisten, da viele Bombenangriffe dicht bewohnte Städte treffen. Sogar Schulen würden bombardiert.

Tausende Kinder sind dem Krieg bereits zum Opfer gefallen, durch Gewalt, Hunger und Krankheiten, oder haben bleibende Schäden davongetragen, so wie Noran. Ihre Wirbelsäule ist dauerhaft verletzt. Ihr Vater hat seit anderthalb Jahren keinen Lohn mehr bekommen, neben Noran muss er acht weitere Kinder ernähren.

"Früher bin ich zu Fuß in die Schule gegangen, das Leben war schön, denn ich konnte gehen und aufrecht an einem Tisch sitzen und schreiben", sagte Noran. "Jetzt kann ich nicht mal mehr einen Stift in der Hand halten."

Save the Children appellierte im Namen der Kinder an die Weltgemeinschaft, sofort auf die Beendigung des Embargos einzuwirken, damit Hilfsgüter, Nahrungsmittel, Wasser und medizinische Versorgung unverzüglich zu den Menschen in Not gelangen können. Der UN-Sicherheitsrat müsse umgehend einen Waffenstillstand und Friedensverhandlungen veranlassen.

Quelle: www.savethechildren.de 


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