brot fdwBerlin. - Unter dem Motto "Brot statt Böller" ruft das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt zum Jahreswechsel wieder zu Spenden auf. "Brot statt Böller ist eine Einladung an alle, denen Silvesterfeuerwerk eher Unbehagen bereitet, weil hier Millionen Euro im wahrsten Sinne des Wortes verpulvert werden", sagte Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt. 

Statt Geld für Feuerwerk auszugeben, sei es sinnvoller, das Geld für Menschen in Not zu spenden. "Die Freude, mit Menschen zu teilen, währt länger als das kurze Funkeln am Nachthimmel", erklärte Füllkrug-Weitzel. 

Die Aktion 3.Welt Saar e.V. (A3WS) ist dafür, den Appell "Brot statt Böller" einzustellen und durch "Brot UND Böller" zu ersetzen. "Der 'Brot statt Böller'-Aufruf trägt eine gehörige Portion Lustfeindlichkeit zur Schau und appelliert primär an das schlechte Gewissen", sagte Alex Feuerherdt von der Aktion 3.Welt Saar.  

Dem Vorwurf "typisch protestantische Spaßverderber" begegnet die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks Brot für die Welt so: "Unserer Gesellschaft fehlt es nicht an Spaß oder Konsum. Vor lauter Spaßorientierung könnten wir verpassen, was das Leben an Glück und Freude bereithält. Glücksforscher sind sich einig: Teilen und Gemeinschaft sind wesentliche Glücksfaktoren. Teilen macht Freude, und dazu wollen wir ermutigen."

Im vergangenen Jahr seien in Deutschland zu Silvester rund 137 Millionen Euro für Feuerwerksartikel ausgegeben worden, so Brot für die Welt.  
Die Aktion "Brot statt Böller" gibt es seit 1981. In diesem Jahr sammelte die evangelische Kirchengemeinde Bargteheide (Schleswig-Holstein) erstmals unter diesem Motto Spenden zugunsten von Brot für die Welt.

Brot für die Welt wurde 1959 gegründet. Das evangelische Hilfswerk unterstützt Selbsthilfe- und Lobbyprojekte in mehr als 90 Ländern. Schwerpunkte sind die Überwindung von Hunger, Armut und Ungerechtigkeit sowie die Einhaltung der Menschenrechte. 

Quelle: www.brot-fuer-die-welt.de 


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