Zyklon Nargis in Myanmar. Foto: WFPRangoun/Duisburg (epo.de). - Die Kindernothilfe hat in dem Jahr seit der Flutkatastrophe durch Wirbelsturm "Nargis" in Myanmar (Birma) nach eigenen Angaben rund 20.000 Kinder, Männer und Frauen durch Wiederaufbau-Projekte und Soforthilfe erreicht.  Insgesamt 1,5 Millionen Euro Spendengelder habe man dafür  erhalten, teilte die Organisation am Montag in Duisburg mit. Auch andere NGOs zogen zum Jahrestag der Katastrophe eine Bilanz ihrer Arbeit.

Der Kindernothilfe zufolge wurden die Spendengelder für den Bau von Kinderzentren, den Neubau von flutresistenten Schulen und Wohnhäusern verwendet. "Dabei ist uns die seelische Verarbeitung der Traumata bei Mädchen und Jungen in den vier Kinderzentren mitten im Delta besonders wichtig", sagte Auslandsvorstand Dietmar Roller. Er reist gemeinsam mit Kindernothilfe-Stiftungsratmitglied Ruprecht Eser am 1. Mai ins Irrawaddy-Delta, um die Wiederaufbauprojekte zu besuchen.

Durch den Zyklon "Nargis" wurden am 2./3. Mai 2008 mindestens 134.000 Menschen getötet, mehr als zwei Millionen wurden obdachlos.

KEINE KATASTROPHENVORSORGE

Die Diakonie Katastrophenhilfe warnte davor, die vom Klimawandel herrührenden erhöhten Risiken durch extremere Wetterverhältnisse auszublenden oder zu unterschätzen. "Nargis" habe vor allem deshalb so viele Todesopfer gefordert, weil es quasi keine Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge gegeben habe, sagte der Klimaexperte des evangelischen Hilfswerks, Peter Rottach, am Montag in Stuttgart. Gerade der Golf von Bengalen sei eine Region, die künftig noch anfälliger für schwere Stürme und Fluten werde.

WIEDERAUFBAU NOCH NICHT ABGESCHLOSSEN

Die Malteser werden sich nach eigenen Angaben noch bis mindestens 2011 für die vom Zyklon betroffene Bevölkerung Myanmars helfend engagieren. Die Schwerpunkte lägen dabei in den Bereichen Gesundheit, Wasser- und Sanitär-Versorgung sowie Katastrophenvorsorge, teilte die Organisation am Montag in Köln mit. Auch ein Jahr nach der Katastrophe, die am 2. Mai 2008 weite Teile Myanmars verwüstete, sei der Wiederaufbau in dem besonders betroffenen Irrawaddy-Delta noch lange nicht abgeschlossen.

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