weltwaertsBerlin (epo.de). - Das BMZ will jährlich eine Million Euro zusätzlich bereitstellen, um Freiwillige nach ihrer Rückkehr nach Deutschland bei Inlandsaktivitäten zu unterstützen. Geldmittel stünden beispielsweise für die Gründung eines Vereins, die Organisation einer Fotoausstellung oder Vorträge in Schulen zur Verfügung, kündigte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) anlässlich eines Treffens mit "weltwärts"-Rückkehrern am Donnerstag in Berlin an.

Nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sind mittlerweile mehr als 1.800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes weltwärts nach Deutschland zurückgekehrt. Viele möchten hier ihr Engagement fortsetzen. So habe eine Freiwillige nach ihrer Rückkehr einen Zweigverein der Deutsch-Indischen Zusammenarbeit in Berlin gegründet und betreibe darüber entwicklungspolitische Bildungsarbeit. "Weltwärts eröffnet jungen Menschen neue Perspektiven auf die Welt und auf sich selbst, die Freiwilligen kehren mit Mut, Hoffnung und dem Wunsch zurück, etwas in der Welt bewegen zu können", sagte Wieczorek-Zeul. "So vielfältig wie die Einsatzmöglichkeiten bei weltwärts sind auch die Möglichkeiten, sich nach der Rückkehr zu engagieren. Und dieses Engagement wollen wir unterstützen. Das Motto für die Freiwilligen heißt: einmal weltwärts und zurück - weltwärts denken in Deutschland."

Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst weltwärts richtet sich an junge Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren, die nach der Schule oder Ausbildung für 6 bis 24 Monate in Projekten in Entwicklungsländern mitarbeiten wollen. Für den Auslandeinsatz erhalten die entsendenden Organisationen 580 Euro pro Person und Monat vom Entwicklungsministerium. Mit diesem Zuschuss werden Unterkunft und Verpflegung, Reisekosten, die fachlich-pädagogische Begleitung vor Ort, Versicherung und ein Taschengeld finanziert. Für die Freiwilligen bleibt das Programm im wesentlichen kostenlos, so dass auch junge Menschen aus einkommensschwächeren Familien teilnehmen können.

Am weltwärts-Programm beteiligen sich inzwischen mehr als 200 Entsendeorganisationen, die 5.000 anerkannte weltwärts-Einsatzplätze in über 70 Ländern anbieten. 62 Prozent der weltwärts-Freiwilligen sind dem BMZ zufolge junge Frauen. Bis zum Ende des Jahres werden voraussichtlich 7.000 weltwärts-Freiwillige ausgereist sein.

www.weltwaerts.de



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