Entwicklung

unesco enParis. - Im Jahr 2017 gab es weltweit bisher 61 Blockaden des Internets, so genannte Shutdowns, durch Regierungen. Das sind mehr als dreimal so viele Internetsperren wie noch im Jahr 2015. Das hat der UNESCO-Bericht "Weltweite Trends – Meinungsfreiheit und Medienentwicklung" festgestellt, der am Montag am UNESCO-Hauptsitz in Paris vorgestellt wurde.

behBerlin. - Die Verwundbarkeit der Länder weltweit gegenüber extremen Naturereignissen ist geringer geworden. Die Menschen sind im Durchschnitt besser für Naturgefahren wie Wirbelstürme oder Erdbeben gerüstet als noch vor fünf Jahren. Zu diesem Ergebnis hat die Gesamtanalyse des WeltRisikoIndex der Jahre 2012 bis 2016 geführt. Das Bündnis Entwicklung Hilft stellte seinen neuen WeltRisikoBericht am Donnerstag im Rahmen einer Fachtagung in Berlin vor. 

knh 122Duisburg. - Die Kindernothilfe unterstützt die geflüchteten Rohingya-Familien im Süden von Bangladesch mit zunächst 250.000 Euro. "Viele geflüchtete Familien kommen inzwischen nicht mehr in den Camps unter, sondern errichten Unterkünfte dort, wo es vorübergehend möglich ist", erklärte Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe. "Vor allem die Kinder brauchen sauberes Trinkwasser, Nahrung, Hygieneartikel und medizinische Versorgung."

bmz Berlin. - Lokale digitale Innovationen fördern und auszeichnen: Mit Unterstützung des Entwicklungsministeriums (BMZ) finden dieses Jahr die Innovationstage des World Summit Awards erstmals in Deutschland statt. Aus 400 Bewerbungen wählt eine internationale Jury die fortschrittlichsten digitalen Ideen aus, die Lösungen für soziale Probleme in aller Welt bieten. Der Schwerpunkt liegt auf Innovationen in Afrika.

uno fluechtlingshilfeBonn. - Mehr als 603.000 Rohingya sind zwischen dem 25. August und dem 22. Oktober aus Myanmar in Bangladesch angekommen. Die Gesamtzahl der Rohingya, die jetzt im Distrikt Cox's Bazar im südöstlichen Bangladesch leben, liegt damit bei mehr als 900.000. Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) wird in den nächsten Wochen voraussichtlich die Eine-Million-Grenze überschritten. 

unesco deNew York. - 264 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren haben weltweit keinen Zugang zu Bildung. Selbst bei den Kindern, die eine Schule besuchen, sind die Abschlussraten weiterhin gering: Zwischen 2010 und 2015 lagen sie im Grundschulbereich (6-11 Jahre) bei lediglich 83 Prozent, im unteren Sekundarschulbereich (12-14 Jahre) bei 69 Prozent und in der oberen Sekundarschulbildung (15-17 Jahre) bei nur 45 Prozent. Das zeigt der UNESCO-Weltbildungsbericht 2017/2018 mit dem Titel "Verantwortung für Bildung", der am Dienstag erschienen ist.

aerzte der weltGenf. - Ganze Gruppen von Menschen in Deutschland sind systematisch vom Zugang zu angemessener Gesundheitsversorgung ausgeschlossen. Trotzdem behaupte die Bundesregierung, in Deutschland könne sich jeder auf eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung verlassen. Dass dies nicht der Realität entspricht, die zivilgesellschaftliche Organisationen tagtäglich erleben, hat Ärzte der Welt-Mitarbeiterin Johanna Offe vor dem UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (CESCR) in Genf kritisiert.

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