germanwatch Bonn. - Die G20 insgesamt ist noch deutlich von einem verantwortungsvollen Kurs beim Klimaschutz entfernt. Doch einzelne Staaten - sowohl traditionelle Industrienationen wie Italien, Frankreich und in Teilen auch Deutschland, als auch aufstrebende Schwellenländer wie Brasilien oder Indien - deuten an, wie ein solcher Weg aussehen könnte. Dies ist ein Kernergebnis des G20-Klimaschutz-Index, den Germanwatch und das NewClimate Institute am Donnerstag vorgestellt haben. 

venro 200Berlin. - Anlässlich des G20-Gipfels in Hamburg hat der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) von der Bundesregierung und der G20 eine gerechtere Gestaltung der Globalisierung und einen stärkeren Einsatz gegen Armut, Hunger und soziale Ungleichheit weltweit gefordert. Notwendig seien ein nachhaltigeres Wirtschaftsmodell, ein konsequenter Klimaschutz und die Stärkung von zivilgesellschaftlichen Organisationen auf der ganzen Welt, erklärte der Verband am Donnerstag in Berlin.

ai Berlin. - Die 2017 wieder deutlich gestiegene Zahl der Todesopfer im Mittelmeer ist auch auf ein Versagen der Europäischen Union zurückzuführen. Das geht aus dem neuen Amnesty-Bericht "A perfect storm: The failure of European policies in the Central Mediterranean" hervor. Amnesty kritisiert, dass die EU ihre Verantwortung zur Seenotrettung auf Nichtregierungsorganisationen abwälze sowie verstärkt die für Menschenrechtsverletzungen bekannte libysche Küstenwache unterstütze. So verhindere die EU Migration und Flucht.

oneBerlin. - Am Donnerstag findet das Global Citizen Festival in Hamburg statt. Bekannte Künstlerinnen und Künstler wie Coldplay, Shakira, Pharrell Williams, Carolin Kebekus, Lena Meyer-Landrut, Andreas Bourani und Herbert Grönemeyer werden dort auftreten, um vor dem G20-Gipfel ein starkes Signal an die in Hamburg anwesenden Staats- und Regierungsoberhäupter zu senden. Sie fordern von den G20-Staaten mehr Einsatz im Kampf gegen extreme Armut und für gleiche Bildungschancen für Mädchen und Jungen.

ccc dt logoBerlin. - In der Multifabs Ltd. Fabrik in Bangladesch ist ein Heizungskessel explodiert. Dabei wurden am Dienstag mindestens zehn Menschen getötet und viele weitere verletzt. Die Explosion war so heftig, dass Teile der Fabrik einstürzten. Die Fabrik ist Teil des Abkommens für Brandschutz und Gebäudesicherheit (Accord). Die Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) rief die am Accord beteiligten Unternehmen am Mittwoch dazu auf, die Sicherheitsprüfung von Heizungskesseln sofort in die Sicherheitsinspektionen der Fabriken mit aufzunehmen.

g20 hh 2017Berlin. - Auf der Agenda des G20-Gipfels am 6. und 7. Juli in Hamburg vermissen das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt und die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch eine klare Positionierung für eine nachhaltige und global gerechte Entwicklung. Von der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und dem Pariser Klimaabkommen - zwei zentralen internationalen Verpflichtungen - sei bisher wenig die Rede, wenn es um Pläne für die Armutsbekämpfung und den Klimaschutz auf dem G20-Treffen geht, erklärten die NGOs am Mittwoch.

unicefKöln. - Vor dem G20-Gipfel in Hamburg hat das UN-Kinderhilfswerk UNICEF einen neuen Bericht über die Ursachen von Flucht und Migration in West- und Zentralafrika veröffentlicht. Rund sieben Millionen Mädchen und Jungen verlassen dort jedes Jahr ihre Heimat aufgrund von Armut, Perspektivlosigkeit, Terror und Umweltkatastrophen.

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