Asien

Kathmandu. - 17 Tage nach dem schweren Erdbeben in Nepal kam es am Dienstag erneut zu einem Erdbeben. Laut der Koordinierungsstelle für Humanitäre Fragen der Vereinten Nationen (UNOCHA) kam es innerhalb von dreißig Minuten am Dienstag (12:35 Uhr Ortszeit) in Nepal zu insgesamt fünf Erdstößen, die Nachbeben lagen auf der Richterskala zwischen 5.6 bis 6.3. Laut dem Deutschen Geoforschungszentrums in Potsdam hatte das neue Erdbeben eine Stärke von 7.3 auf der Richterskala. Das National Emergency Operation Centre meldet steigende Opferzahlen. In Nayabazar und in Kathmandu sind mehr-stöckige Gebäude eingestürzt, es werden mehrere Menschen unter den Trümmern vermutet. Der Flughafen in Kathmandu war vorübergehend geschlossen worden. In Indien sollen fünf Menschen gestorben sein. In China wurde eine Tote gemeldet.

Berlin. - Am Freitag sind die diesjährigen Regierungsverhandlungen zur Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Afghanistan, nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erfolgreich abgeschlossen worden. Neue Schwerpunkte sollen die Wiedereingliederung afghanischer Flüchtlinge und die Betreuung von Binnenvertriebenen sein. Entwicklungsminister Gerd Müller betonte, dass auch nach dem Abzug eines großen Teils der internationalen Truppen Sicherheit und Stabilität grundlegende Voraussetzung für die Zusammenarbeit seien.

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Osnabrück. - Vor 40 Jahren, am 30. April 1975, endete der längste Krieg des 20. Jahrhunderts. Fast 30 Jahre lang hatte Vietnam zunächst gegen Frankreich und seit 1956 gegen die USA um seine Unabhängigkeit gekämpft. Auch heute noch sind die Menschen in Vietnam mit seinen Folgen konfrontiert. Eine Million Menschen leiden noch immer unter den Spätfolgen des Pflanzengiftes Agent Orange, darunter etwa 100.000 Kinder mit angeborenen Fehlbildungen. Das internationale Kinderhilfswerk terre des hommes fordert die Vereinigten Staaten auf, die Opfer endlich zu entschädigen.

Erdbebenopfer in Nepal. Foto: UNDP

Kathmandu. - Tausende Opfer des Erdbebens in Nepal wollen Kathmandu angesichts der schlechten Versorgungslage und aus Sorge um ihre Angehörigen auf dem Land so schnell wie möglich verlassen. Aufgrund von Nachbeben hoffen sie zudem auf mehr Sicherheit außerhalb der Hauptstadt. Am Mittwoch entstanden Unruhen am zentralen Busbahnhof, weil es keine Reisemöglichkeiten gab. Auch die ungleiche Verteilung von Hilfsgütern sorgte für Proteste. Zahlreiche Flüge mit Helfern und Hilfsmaterial mussten wegen Überlastung des Flughafens gestrichen werden. Das nationale Katastrophenmanagement erklärte dennoch, es seien bereits genügend ausländische Helfer im Land.

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Kathmandu. - Das verheerende Erdbeben im Himalaya hat allein in Nepal mehr als 5.000 Todesopfer gefordert. Nach Angaben des Innenministeriums vom Dienstag stieg die Zahl der in Nepal geborgenen Toten auf 5.057, die der Verletzten auf 10.915. Mehr als 450.000 Menschen haben ihr Zuhause verloren. Die Sachschäden gehen in die Milliarden. Internationale Hilfsteams versuchen, auch entlegene Dörfer zu erreichen.

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