Weltwirtschaft

misereorAachen. - Anlässlich der Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO), die derzeit in Buenos Aires stattfindet, hat MISEREOR die Europäische Union und die Bundesregierung zu einem grundlegenden Kurswechsel in der Handelspolitik aufgefordert. "Handel muss Menschenrechte und Umweltschutz beachten", betonte  MISEREOR- Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel. 

greenpeace Hamburg. - Die Europäische Kommission gefährdet aus der Sicht von Greenpeace mit dem geplanten Handelsabkommen zwischen der EU und dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur europäische Verbraucherschutzstandards beim Import von Fleisch. Die EU sei offenbar bereit, laxere Kontrollen der Lebensmittel und um bis zu 50 Prozent höhere Fleischimporte zu akzeptieren, wenn die Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay ihrerseits die Zölle für den Export von Autos und Autoteilen aus der EU absenken. Das zeigten bislang geheime Verhandlungsdokumente, die Greenpeace Niederlande veröffentlichte, so die Umweltorganisation. 

venro 200Berlin. - Nur wenige Tage vor der 11. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation WTO, die vom 10. bis 13. Dezember in Buenos Aires stattfindet, sind Dutzende Vertreterinnen und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften davon informiert worden, dass ihre Akkreditierungen zurückgenommen wurden. Das hat der Verband Entwicklungspolitik (VENRO) berichtet. Ihre Einreise nach Argentinien sei nicht erwünscht. Die argentinische Regierung habe ihre Entscheidung mit Verweis auf die öffentliche Sicherheit des Landes begründet.

brot fdwBerlin. - Zur 11. WTO-Ministertagung kommen die für Handel zuständigen Minister und Ministerinnen aus mehr als 160 Staaten zum ersten Mal in Südamerika zusammen. Vom 10. bis 13. Dezember beraten sie in Buenos Aires über Welthandelsfragen. Im Zentrum des viertägigen Treffens steht neben den Themen Fischerei, Agrarhandel und E-Commerce auch die Zukunft der vor sechzehn Jahren initiierten "Doha-Entwicklungsrunde". Doch Brot für die Welt bezweifelt, dass Armutsbekämpfung noch auf der Agenda der Welthandelsorganisation steht. 

spielzeug china

Münster. - Rund 80 Prozent der in Deutschland verkauften Spielwaren kommen aus China. Eine verdeckte Recherche in chinesischen Fabriken zeigt, dass die Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter dort grob missachtet werden. Gefährliche Chemikalien, überlange Arbeitszeiten und mangelnde Hygiene bestimmten die Produktion für das Weihnachtsgeschäft, heißt es in dem Bericht mehrerer Arbeitsrechtsorganisationen.

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