Gesundheit

Gießen. - Armut und Elend tragen dazu bei, dass sich die sogenannten vernachlässigten Tropenkrankheiten – die "Neglected Tropical Diseases" (NTDs) – viel zu schnell verbreiten. Mehr als eine Milliarde Menschen leiden unter diesen Krankheiten – vor allem in den ärmsten Ländern der Erde. Einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der NTDs leisten mehr als 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in über 25 interdisziplinären Arbeitsgruppen im neuen LOEWE-Zentrum Novel Drug Targets against Poverty-Related and Neglected Tropical Infectious Diseases (DRUID), das im Rahmen der hessischen Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE) gefördert wird. 

Berlin. - Der Memento Forschungspreis für vernachlässigte Krankheiten geht dieses Jahr an Prof. Dr. Martina Sester von der Universität des Saarlandes und Prof. Dr. Dr. Christoph Lange vom Forschungszentrum Borstel. Die Jury würdigt damit das Engagement der beiden Wissenschaftler für die Bekämpfung von Tuberkulose (TB).

cbmBensheim. - "Niemanden zurücklassen" – dazu hat sich Deutschland mit der Verabschiedung der 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung verpflichtet. Doch bis dieses Versprechen für die eine Milliarde Menschen mit Behinderungen weltweit eingelöst wird, ist es noch ein weiter Weg. Darauf hat die Christoffel-Blindenmission (CBM) zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar aufmerksam gemacht. 

dsw neuHannover. - Rund 200 Millionen Mädchen und junge Frauen weltweit sind von Genitalverstümmelung betroffen. Die massive Menschenrechtsverletzung ist in rund 30 Ländern vor allem Afrikas und des Mittleren Ostens, aber auch Asiens verbreitet. Die Mädchen sind bei dem Eingriff meist nicht einmal 15 Jahre alt. Darauf hat die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich des Internationalen Tages gegen Genitalverstümmelung am 6. Februar aufmerksam gemacht.

cbmBensheim. - Am 1. und 2. Februar tagen die Geber- und Partnerländer der Globalen Bildungspartnerschaft (Global Partnership for Education, kurz GPE) in Dakar (Senegal). Dabei entscheidet sich, wie viel Geld in den kommenden drei Jahren für Bildung in Entwicklungsländern zur Verfügung steht. Die Christoffel-Blindenmission (CBM) fordert, dass die Vergabe der Mittel verpflichtend an Inklusion gebunden ist.

dahwWürzburg. - Man stelle sich die Schlagzeile vor: Mehr als 200 neue Lepra-Fälle in Recklinghausen, über 100 in Görlitz. In Deutschland würde der epedemische Notstand ausgerufen. Im pazifischen Inselstaat Kiribati ist es Normalität: 218 Menschen sind in nur einem Jahr neu an Lepra erkrankt – und das bei 115.000 Einwohnern. Angesichts zunehmender Neuerkrankungen vor allem in kleinen Inselstaaten hat die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe zum Welt-Lepra-Tag am 28. Januar gefordert, die Lepra-Kontrollen zu verstärken.

cbmBensheim. - Lesen erleichtert das Lernen und öffnet damit neue Horizonte. Grund genug für den früh erblindeten Louis Braille, vor fast 200 Jahren eine Punktschrift zu entwickeln, die statt mit den Augen mit den Fingern gelesen werden kann. Die nach ihrem Erfinder genannte Brailleschrift ermöglicht bis heute blinden Menschen den Zugang zur geschriebenen Sprache. Vor diesem Hintergrund fordert die Christoffel-Blindenmission (CBM) zum Welt-Braille-Tag am 4. Januar, weltweit mehr geschulte Lehrkräfte auszubilden. Gerade in Entwicklungsländern sei der Bedarf nach Lehrerinnen und Lehrern noch sehr groß, die Kindern die Brailleschrift vermitteln und ihnen so bessere Bildungschancen eröffnen. 

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