Fairer Handel

Blumenpfl?ckerin in Kenia. Foto: TransfairBerlin (epo). - Bundespräsident Horst Köhler und seine Frau Eva Luise haben von Transfair die ersten fair gehandelten Rosen aus Afrika ehalten. Die "fairfleurs" wurden dem Präsidentenpaar in ihrem Gästehaus in Berlin überreicht. Bundespräsident Köhler stellte die Bedeutung des Fairen Handels für die wirtschaftliche Entwicklung und soziale Stabilität Afrikas heraus: "Ich habe die Hoffnung, dass nicht nur ein neues fair gehandeltes Produkt in den Handel kommt, sondern dass insgesamt der Gedanke des fairen Handels weiter verbreitet wird. Deshalb wünsche ich dem Blumenverkauf einen guten Erfolg, ohne die anderen fair gehandelten Produkte zu vergessen."

Eine Welt Netz NRWDüsseldorf (epo). - Eine empirische Studie belegt ein ausbaufähiges Marktpotenzial für Weltläden in NRW. Durch professionelleres Arbeiten, bessere Standortwahl und geschicktere Präsentation der vielfältigen Waren seien Umsatzsteigerungen von über 100 Prozent möglich, heisst es in einer Machbarkeitsstudie einer Solinger Wirtschaftsberatung. Die Studie wurde jetzt Akteuren und Gruppenvertretern im Bereich Fairer Handel in NRW vorgestellt.

rugmarkKöln (epo). - RUGMARK, das Siegel für kinderarbeitsfreie Teppiche, überwacht zehn Jahre nach seiner Gründung in Nepal 65 Prozent und in Indien 25 Prozent der Teppichproduktion. Durch die Einführung des Sozialsiegels wurde die Ausbeutung von Kindern in den dortigen Teppichknüpfereien entscheidend zurückgedrängt. Der Zusammenschluss von Teppichherstellern, Handelshäusern und den Hilfsorganisationen terre des hommes, Misereor, Brot für die Welt und UNICEF hat allein in Deutschland in den letzten zehn Jahren 3,5 Millionen RUGMARK-Teppiche verkauft.

GoldkampagneHerne (epo). - Die internationale Konsumentenkampagne "No Dirty Gold" hat bereits 10.000 Unterschriften gegen Menschenrechtsverletzungen im Goldbergbau gesammelt. Bis zum Valentinstag 2006 soll diese Zahl (Stand: Mitte Juni 2005) noch verdoppelt werden. "Angesichts der sich zuspitzenden Konflikte in den Goldbergbauregionen setzen Verbraucher weltweit ein Zeichen, dass die Rechte auf Land und Wasser der ländlichen Bevölkerung respektiert werden müssen", sagte Ute Hausmann, Goldexpertin bei der Menschenrechtsorganisation FIAN Deutschland.

TransFairBonn (epo). - Im heiß umkämpften Lebensmittelhandel konnten im vergangenen Jahr Absätze mit TransFair-Produkten von 6.500 Tonnen erzielt werden. Dies bedeute eine Steigerung um 33 Prozent, teilte die Fair-Handels-Organisation mit. "Die Produzentenorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika erhielten durch den bewussten Einkauf der Verbraucherinnen und Verbraucher Fairtrade-Prämien von 1,2 Millionen Euro", sagte Norbert Dreßen (Misereor), Vorstandsvorsitzender von TransFair. Damit könnten sie in soziale Projekte und die Umstellung auf ökologischen Anbau investieren.

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