Artenschutz

pro wildlifeMünchen. - Zollbehörden in Malaysia haben in dieser Woche rund 1.500 Stoßzähne von Elefanten beschlagnahmt. Selten wurde bislang mehr Elfenbein auf einen Schlag entdeckt. Mit diesem Negativ-Rekord geht eines der schlimmsten Jahre für Elefanten seit dem Höhepunkt der Wilderei-Krise in den siebziger Jahren zu Ende. Schätzungen von Pro Wildlife zufolge werden derzeit jährlich mehr als 30.000 Elefanten Opfer von Wilderern.

nashorn_100_wmcBerlin. - In Südafrika sind in diesem Jahr mehr Nashörner gewildert worden als jemals zuvor. Seit Beginn des Jahres bis Mitte Oktober seien 455 Tiere in Südafrika gewildert worden, davon 272 alleine im Krüger Nationalpark, berichtete der WWF Südafrika. Damit wurde der bisherige Negativ-Rekord von 448 Nashörnern vom Gesamtjahr 2011 bereits im Oktober übertroffen.
abholzung_indonesien_unigoettingen_100Göttingen. - Geschützte Waldgebiete in den Tropen beherbergen zwar den weltweit größten Artenreichtum in der Tier- und Pflanzenwelt, aber die Hälfte dieser Arten hat in den vergangenen Jahrzehnten dramatische Verluste erlitten. Als Hauptfaktor dafür gilt die Zerstörung der Wälder, wie eine Untersuchung von weltweit 60 tropischen Schutzgebieten zeigt. Auch Göttinger Wissenschaftler haben an der Studie mitgewirkt.
www_iconBerlin. - Vor allem Elefanten, Nashörner und Tiger sind begehrte Beute bei Wilderern in Afrika und Asien. Dabei stehen sie unter dem strengen Schutz von CITES, dem weltweit gültigen Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen, das den kommerziellen Handel mit diesen Tierprodukten nahezu komplett verbietet. Die illegalen Geschäfte florieren dennoch - und auch Touristen machen sich strafbar, wenn sie die falschen Souvenirs mit nach Hause bringen.
www_iconBerlin. - Nach einer aktuellen WWF-Studie bedroht der Klimawandel die ohnehin schon stark gefährdeten Schneeleoparden im Himalaya. Der Untersuchung zufolge, die im Fachmagazin "Biological Conservation" veröffentlicht wurde, verlieren die Großkatzen bis zu 30 Prozent ihres Lebensraumes, wenn der Anteil an Treibhausgasen in der Atmosphäre weiter steigt. Die Ursache dafür sei die Verschiebung der Baumgrenze in höhere Lagen.
buckelwal_wwfMünchen. - In Panama City tagt vom 2. bis 6. Juli zum 64. Mal die Internationale Walfangkommission. Zentrale Themen werden neue Quoten für den Walfang der Ureinwohner und ein neues Walschutzgebiet im Südatlantik sein. "Wir wollen verhindern, dass manche Länder durch die Hintertür wieder den kommerziellen Walfang einführen", erklärte die Biologin Sandra Altherr, die für Pro Wildlife an der Tagung teilnehmen wird. Auf der Agenda steht zudem eine Resolution Deutschlands zur Giftigkeit von Walfleisch, die auf einer Studie von Pro Wildlife basiert.
www_iconBerlin. - Anlässlich des Internationalen Tages der biologischen Vielfalt am 22. Mai fordert der WWF mehr Schutz für bedrohte Arten. Während die Menschheit inzwischen die Marke von sieben Milliarden überschritten habe, würden die Bestände vieler Tierarten dramatisch ausgedünnt, warnt die Naturschutzorganisation. "Die Menschheit wird einsam auf dem Planeten Erde", lautet das Fazit des WWF.
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