Artenschutz

biota_100Frankfurt. - Rund 150 deutsche Wissenschaftler haben zehn Jahre lang zusammen mit afrikanischen Partnern die biologische Vielfalt Westafrikas und deren Wandel untersucht. Die Ergebnisse dieses vom deutschen Forschungsministerium geförderten Mammutprojekts "BIOTA (Biodiversity Transect Analysis) West" liegen nun in drei Atlanten vor, die kürzlich erschienen sind. Das umfangreiche Kartenmaterial und detaillierte Analysen zur Vielfalt und zum Zustand der Flora und Fauna von Benin, Burkina Faso und der Côte d'Ivoire sollen Entscheidern vor Ort Ansätze für Schutzmaßnahmen dieser einzigartigen Ressource liefern.
orang_utan_bos_100Borneo. - Pünktlich zum "Tag der Erde" am 22. April dürfen die Orang-Utans Mail, Lesan und Casey zurück in die Wildnis. Sie sind die dritte Gruppe in diesem Jahr, die Borneo Orangutan Survival (BOS) auswildert. Über 20 weitere Artgenossen werden ihnen in diesem Jahr noch folgen. Gleich am 1. Mai sind Hamzah, Abbie und Berlian an der Reihe. Keine leichte Aufgabe: Bevor einer der rothaarigen Menschenaffen in die Freiheit entlassen werden kann, muss er alle Fähigkeiten erlernen, um im Regenwald zu überleben. Dieser Prozess nimmt in der Regel mehrere Jahre in Anspruch.
Berlin. - Ein Forscherteam aus Brüssel, München und Braunschweig hat die bisher größte Barcoding-Studie an Reptilien vorgestellt. Die Biologen verglichen die Gensequenzen von rund 250 Reptilienarten aus den verschiedensten Regionen Madagaskars und identifizierten dabei über 40 neue Arten von Schlangen, Geckos und anderen Echsen. Bisher sind knapp 400 Reptilienarten von dieser ostafrikanischen Insel bekannt, die für ihre einzigartige Tier- und Pflanzenwelt berühmt ist.
helmholtz_100Leipzig. - Mehr als 250 Experten aus aller Welt werden vom 19. bis 22. März in Leipzig über den ökonomischen Nutzen von biologischer Vielfalt diskutieren. Die internationale Konferenz mit dem Titel "TEEB Conference 2012 - Mainstreaming the Economics of Nature: Challenges for Science and Implementation" findet am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) statt, das einer der Pioniere auf diesem Gebiet ist. Die Teilnehmer beraten vier Tage lang über neue Wege und innovative Ansätze im Natur- und Umweltschutz.
pro_wildlifeMünchen. - Der Tag des Artenschutzes am 3. März erinnert an die Unterzeichnung des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommens (WA, englisch CITES) im Jahr 1973. Die Artenschutz-Organisation Pro Wildlife warnt an diesem Tag davor, dass fragwürdige Ausnahmen und ein schwacher Vollzug des Artenschutzes die Errungenschaften des Abkommens schwächen. Sorgen bereitet den Artenschützern vor allem die eskalierende Wilderei auf Nashörner und Elefanten.
www_iconBerlin. - Ein Drittel der wissenschaftlich untersuchten Tier- und Pflanzenarten ist in ihrer Existenz bedroht. Darauf hat die Umweltorganisation WWF anlässlich des Internationalen Tages des Artenschutzes am 3. März hingewiesen. Von den bekannten rund 1,7 Millionen Tier- und Pflanzenarten weiß man nach WWF-Angaben nur von etwa 60.000 Arten genug, um sie auf der Roten Liste überhaupt in eine Gefährdungsstufe einordnen zu können. Von diesen untersuchten Arten gelten rund 20.000 als gefährdet oder gar akut vom Aussterben bedroht.
www_iconBerlin. - Die Wilderei-Krise in Afrika spitzt sich nach Ansicht des World Wildlife Fund (WWF) weiter zu. Allein in Südafrika seien im Jahr 2011 nach nach offiziellen Angaben 448 Nashörnern illegal getötet worden, darunter 19 der vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörner, berichtete der WWF am Freitag in Berlin. Mehr als die Hälfte der Abschüsse ereignete sich nach WWF-Informationen in dem weltweit bekannten Krüger-Nationalpark.
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