Artenschutz

wwf_150Berlin. - In den vergangenen zehn Jahren sind auf der Insel Neuguinea mehr als tausend bisher unbekannte Tier- und Pflanzenarten entdeckt worden. Dazu gehören nach einem aktuellen Bericht der Umweltschutzorganisation WWF zwölf Säugetiere, 43 Reptilien, 134 Frösche, über 100 Orchideen und nicht weniger als sieben verschiedene, unterschiedlich gefärbte Regenbogenfischarten.
wwf_150Frankfurt. - Auf Madagaskar sind mehrere Hundert neue Tier-und Pflanzenarten entdeckt worden. Der WWF-Report "Schatzinsel: Neue Artenvielfalt in Madagaskar" listet jetzt 615 neue Tier- und Pflanzenarten auf, die zwischen 1999 und 2010 entdeckt wurden: 385 Pflanzen, 42 Wirbellose, 17 Fische, 69 Amphibien und sogar 41 neue Säugetierarten.
pro_wildlifeMünchen. - Der als "Heuschrecke" bekannt gewordene US-Investor Blackstone plant in Kamerun riesige Palmöl-Plantagen und will dafür Regenwald roden. Vom Kahlschlag bedroht ist ein Gebiet im Südwesten Kameruns mit besonders hoher Artenvielfalt. Die Artenschutz-Organisation Pro Wildlife ist entsetzt, denn stark bedrohten Tierarten wie Drill, Schimpansen und Waldelefanten würde damit wertvoller Lebensraum geraubt.
wwf_150Berlin. - In Nepal kann der Artenschutz einen wichtigen Erfolg vorweisen. Wie die Umweltorganisation WWF am Freitag berichtete, hat sich nach den Ergebnissen einer Bestandszählung die Zahl der bedrohten Panzernashörner in den vergangenen drei Jahren um 99 Exemplare auf heute 534 Tiere erhöht. Das größte Vorkommen mit rund 500 Panzernashörnern verzeichnet der Chitwan Nationalpark im Grenzgebiet zwischen Nepal und Indien.
nabuBonga. - Gemeinsam mit dem Staatspräsidenten Girma Wolde Giorgis, äthiopischen Ministern und weiteren hochrangigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft hat der NABU am Dienstag in Bonga eines der ersten UNESCO Biosphärenreservate Äthiopiens eingeweiht. Das Kafa Biosphärenreservat in der Ursprungsregion des Arabica-Kaffees ist mit rund 760.000 Hektar etwa halb so groß wie Schleswig-Holstein und zu einem Großteil mit Bergnebelwäldern bedeckt, die wilden Kaffee beherbergen.
evbZürich. - Das internationale Abkommen zur Erhaltung der Nutzpflanzen-Vielfalt weist gravierende Mängel auf. Das zeigen zwei neue Studien der "Erklärung von Bern", die eine dringende Nachbesserung des Abkommens verlangt. Die Mitgliedstaaten des Abkommens müssten bei ihrer vierten Sitzung vom 14. bis 18. März in Bali die Weichen stellen, damit der FAO-Saatgutvertrag seine Ziele erfüllt und so einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssicherheit leisten kann, fordert die Schweizer Organisation.
haifischflossensuppe_100Frankfurt. - Trotz internationaler Schutzmaßnahmen werden jedes Jahr rund 73 Millionen Haie gefangen. Das beklagen die Umweltorganisationen WWF und TRAFFIC, die zehn Jahre, nachdem sich die Mitgliedsstaaten der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO() auf einen internationalen Plan zum Schutz der Hai-Arten verständigt haben, eine durchwachsene Bilanz ziehen. Die charakteristischen Rückenflossen der Haie gelten vor allem in Südostasien als Delikatesse.
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